IfU at its best: Seit 30 Jahren werden kybernetische Prinzipien gedacht, beforscht und weiterentwickelt. Das Institut für Unternehmenskybernetik e.V. gab während seiner Jahrestagung eine Retrospektive zur Entwicklung der Kybernetik und holte sich Impulse externer und interner kybernetischer Denker. Mit gleich drei Gremiensitzungen – dem IfU-Vorstand, dem Kuratorium und der Mitgliederversammlung startete am 8. Juni die Jubiläumsfeier zum 30. Geburtstag des IfU e.V., bevor ein Kolloquium und die anschließende Roof-Top-Party den Höhepunkt markierten. Während Dr. René Vossen, IfU-Geschäftsführer, und die ehemaligen Forschungsgruppenleiter Dr. Kristina Lahl und Dr. Daniel Ewert die Retrospektiven der Wirtschafts- und Sozialkybernetik sowie der technischen Kybernetik beleuchteten, berichteten die IfU-Wissenschaftler Jan Bitter und Sebastian Schönitz in einem Science Slam von den kybernetischen Altmeistern und den Regelkreisen und Rückkopplungen im Forschungsalltag. Im Zwiegespräch mit Moderator Pepper kündigte das IfU- Vorstandsmitglied Prof. Dr. Klaus Henning eine dritte Kybernetikwelle an. Getriggert durch die Cyber-Physical Systems – sprich die Wechselwirkung der technischen Systeme untereinander und deren (künstlich-) intelligenter Steuerung. Wie sieht das Zusammenspiel von Mensch - Maschine mit eigenem Selbstbewusstsein und den digitalen Schatten von Mensch und Maschine aus, wenn diese verschiedenen Entitäten intelligente Dialoge miteinander führen? Seine konstruktive, von Pepper regungslos aufgenommene Empfehlung zum Tagungsabschluss: Diesen Diskurs bewusst zu führen, um die Balance der verschiedenen Systeme mit kybernetischen Modellen und Lösungsansätzen zu halten. Und das bei enormem Handlungsdruck angesicht der globalen Wettbewerber.

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