03.11.2017

In Japan zwischen Menschen und Maschinen


Schon fast Tradition: Den Oktober nutzte Prof. Dr. Sabina Jeschke für eine ausgedehnte "Meet & Greet"-Tour von Osaka nach Tokio, mit vielen Treffen bei befreundeten Wissenschaftlern und ihren Laboren ebenso wie zu Besuchen mannigfacher Industriepartner.
In der Organisation der Treffen unterstützt durch NRW.Invest und seinen Japanspezialisten Georg Löer, gab sie eine Special Lecture auf dem "IT Symposium Infotec 2017" des Kansai Institute of Information Systems (KIIS) in Osaka und diskutierte im Anschluß mit dem R&D-Team von Kawasaki Heavy Industries den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Produktion.
Dem Ausbau der wissenschaftlichen Netzwerke an der Universität Osaka mit Prof. Minuro Asada, und in Nara mit dem Vizepräsidenten des NAIST, Prof. Tsukasa Ogasawara, folgten Termine zur Humanoidenforschung mit Prof. Hiroshi Ishiguro, Visiting Director am Advanced Telecommunications Research Institute International (ATR), und seiner Androidin "ERICA", die im Ishiguro Lab als "Rezeptionistin" eingesetzt wird. Ihre Sensorik und Mimik ermöglichen eine fast natürlich anmutende Kommunikation mit menschlichen Gesprächspartnern.
Mit der Grenze zwischen Menschen und Robotern beschäftigte sich auch die RWTH Research Alumni Conference "The Fine Line Between Humans and Machines" am 21. Oktober 2017. Hier referierte Prof. Jeschke vor aktuell in Japan arbeitenden und forschenden Alumni der RWTH Aachen University in ihrer Keynote zur Entwicklung der künstlichen Intelligenz von "supervised learning" bis zu "künstlicher Kreativität". Weitere Stationen der Reise waren Besuche in Tokio bei Mujin Inc, einem Hersteller äußerst innovativer Industrieroboter, der Bahnsparte von Toshiba und Hitachi sowie dem Forschungszentrum der FR East Railway Company. Diverse Meetings etwa in der japanischen Botschaft und Konferenzbesuche rundeten das Programm ab. Obwohl die letzten Tage durch Taifun "Lan" buchstäblich ins Wasser fielen, boten die zahlreichen bereichernden Treffen eine einmalige Gelegenheit zur weiteren wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Vernetzung zwischen Deutschland und Japan.


Fragen beantwortet Ihnen gerne Dr. Katja Schneider, Referentin der Institutsdirektion.