Auto-Tow

Langtitel: Automatischen Regulierung und Homogenisierung der Faser-eigenschaften von Hochmodulfasergarnen
Laufzeit: 01.04.2015 – 30.06.2017
Förderinstitution: AIF e.V.
Konsortialführer: Institut für Unternehmenskybernetik e.V.
Kontakt: Dr.-Ing. Bahoz Abbas
Projektträger: BMWi
Projektpartner: Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
Projektwebseite: www.auto-tow.de
Projektbeschreibung:

Die stark schwankende Qualität der Ausgangsmaterialien stellt ein großes Problem für auf faserverbundkunststoffbasierende Verarbeitungsprozesse dar. Ein wichtiges FVK-Ausgangsmaterial sind Multifilamentgarne (engl. Heavy Tows), die aus einer großen Anzahl aus Fasern bestehen. Die Kosten sinken dabei mit zunehmender Filamentanzahl. Jedoch steigen mit der Filamentanzahl auch Anzahl und Ausmaße von Inhomogenitäten und Faserfehlorientierungen im Garn, was sich negativ auf die Weiterverarbeitung auswirkt. Durch ein Spreizen (siehe Abbildung 1) wird die anfänglich elliptische Querschnittsfläche von Multifilamentgarnen zu einem Faserband mit dünnem und breitem Querschnitt aufgefächert. Die Inhomogenitäten im Multifilamentgarn werden so jedoch nur unzureichend ausgeglichen, da der Spreizprozess nicht aktiv geregelt wird.

Ziel des Projekts Auto-Tow ist es, das Spreizverfahren mittels Spreizstangen gezielt weiterzuentwickeln. Es wird eine Regelung konzipiert und implementiert, welche den Spreizgrad abhängig von gemessenen Qualitätsgrößen (Breite des Garns, Filamentverteilung und -orientierung) dynamisch anpasst. Der Spreizgrad wird dabei über unterschiedlich einstellbare Prozessparameter (Umschlingungswinkel, Fadenspannung und Relativgeschwindigkeit) reguliert.